31.10.2018

Ein Duft der an Urlaub, Süden und Mittelmeerküche erinnert

Schon ein Streichen der Hand durch einen Rosmarinbusch lässt sein starkes Aroma zum Vorschein kommen. Seine ätherischen Öle erfüllen dann die Luft und bringen den charakteristischen Duft zum Ausdruck. In der mediterranen Küche wird das Kraut gerne eingesetzt. Es passt zu vielen Speisen, insbesondere Fleisch und Fisch, aber auch zu geschmorten Gemüsegerichten. Interessant ist es beispielsweise, einen Zweig als Spieß für Seeteufel und Jakobsmuscheln zu nehmen oder auch Geflügel-, Zwiebel- und Paprikastücke daran aufzureihen und zu grillen. Das Aroma geht auf die Speisen über und würzt in wunderbarer Weise. Die Einsatzmenge von Rosmarin sollte man im Auge behalten, denn das starke Aroma kann schnell auch zu dominant in Gerichten werden.

Rosmarin-Zitronen-Salz

Ein selbstgemachtes Rosmarin-Zitronen-Salz ist schnell und einfach hergestellt und passt wunderbar als Würze zu gebratenem Fisch oder kleinen Kalbsschnitzeln. Dazu nimmt man einige Zweige Rosmarin, streift die Blätter ab und hackt sie sehr fein. Gleichzeitig reibt man die Schale von 1-2 Zitronen auf der feinen Reibe und mischt das Ganze mit dem Rosmarin und grobem Meersalz. Am besten 1-2 Tage in einer Schüssel belassen und nur mit einem Tuch bedecken. Ab und zu umrühren. Sobald sich die Mischung trocken anfühlt kann man sie entweder noch in einem Mörser weiter zerkleinern und abfüllen oder aber auch so in eine Mühle geben.


Vielfalt ist seine große Stärke

In der Volksheilkunde spielt der Rosmarin seit alters her eine wichtige Rolle. So soll er gegen Blähungen wirken und den Verdauungstrakt stärken, Kopfschmerzen und Migräne lindern, die Konzentrationsfähigkeit erhöhen, Durchblutung fördern und den Kreislauf anregen.

Er ist somit als vielfältiges Stärkungsmittel seit der Antike bekannt. Gerade jetzt in der kälteren Jahreszeit kann ein Fußbad mit einem Rosmarinaufguss wohltuend und wärmend wirken. Menschen mit hohem Blutdruck sollten den Rosmarin mit Bedacht einsetzen und Frauen sollten auf ihn in der Schwangerschaft am besten ganz verzichten.


Autor: Jörg Hohenadl

Marketingfachmann
Kräuterexperte (IHK)
Hobbykoch

 

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Kräuterküche                                                                                  28.05.2019